Winterabend auf highline 179 – Zwischen Himmel und Burgen
Nur ein kleiner Ausflug von Füssen im Allgäu aus, Teil meiner To-Want-Liste für den Jahresendspurt 2025 – aber wie groß wurde das denn? Ich hatte ja keine Ahnung vorher, was für ein einzigartiges Erlebnis das werden würde!
Winterabend auf highline 179 – Zwischen Himmel und Burgen
Die Sonne hing noch über und in den Tiroler Gipfeln, als ich oben auf dem Schlosskopf inmitten der Gipfel Tirols stand und in diese weite, stille Landschaft schaute.
Auf dem Schlosskopf
Info: Die Festung Schlosskopf liegt in etwa 1250 m Höhe über der Burg Ehrenberg in Tirol. Burg und Festung bilden zusammen mit dem Fort Claudia eines der bedeutendsten Festungsensembles Mitteleuropas.
Kalte, klare Luft, irgendwo das Knirschen von Schnee und dann dieses Gefühl, ganz klein zu sein zwischen all den Gipfeln. Langsam senkte sich die Sonne und tauchte die Bergspitzen in ein rot-goldenes Licht.


Auf halber Höhe wartete schon die Burgruine Ehrenberg. Zur anderen Seite des Taleinschnitts, durchzogen von der Fernpassstraße 179, spannte sich die highline179 wie ein schmaler Faden hinüber.

Dass dieser Abend mich erst den Gipfel hoch, durch Dämmerung, schwindelnde Höhe und schließlich in ein Meer aus Lichtern führen würde, hatte ich nicht geahnt – aber schon dieses leise Kribbeln, diese Erwartung machte den Anfang des Abends so besonders.
Info: Seit November 2014 verbindet die highline 179, eine Fußgänger-Hängebrücke über die Fernpassstraße B 179 südlich von Reutte in Tirol, die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia. Überragt wird die Ruine Ehrenberg noch von der Festung Schlosskopf.
Auf halber Höhe die Burg Ehrenberg
Nach diesem ersten Innehalten ging es mit dem Top Liner, der uns schon zum Schlosskopf hinauf gebracht hatte, wieder hinunter. Nahezu lautlos glitten wir den Hang entlang, während die Sonne hinter den Bergkämmen verschwand und das Licht immer weicher wurde. Die schroffen Felsen bekamen diese warmen Orangetöne, die man nur kurz am Tag sieht, und irgendwo tief unten begann schon das Tal zu dämmern.


Auf halber Höhe tauchte dann die Burg Ehrenberg auf – erst als Silhouette, dann nach und nach mit den ersten Lichtern. Und daneben unser nächstes Ziel – die highline 179, die sich wie eine schmale, schwebende Verbindung zwischen zwei Festungen über das Tal spannt.
Schritt für Schritt über das Tal – Nervenkitzel inklusive

Der erste Schritt auf diese Stahlhängebrücke highline 179 fühlte sich ein bisschen unwirklich an. Der Boden bewegt sich leicht, irgendwo knarrt leise das Stahlseil, und plötzlich merkst du, wie viel Raum eigentlich unter deinen Füßen liegt. Und es wird immer mehr.


Unter uns schlängelt sich die B179 durch das Tal, winzig klein, während ringsum die Berge langsam im Abendlicht verschwinden. Mit jedem Meter wird das Schwingen spürbarer – nicht richtig bedrohlich, eher lebendig, als würde die Brücke atmen.
Links funkeln die ersten Lichter der Burg Ehrenberg, vor uns die Festung Claudia schon im tieferen Blau der beginnenden Nacht. Dazwischen wir, getragen von Stahl und ein bisschen Mut (oder Übermut?).
Der Blick zurück – die Brücke im Licht der Dämmerung
Drüben angekommen, ist es bereits richtig dunkel. Die highline hinter uns leuchtet nun wie ein schmaler, schwebender Lichtstreifen – und gegenüber strahlt die Burg Ehrenberg, als hätte jemand sie für diesen Moment extra in Szene gesetzt.

Schweben zwischen Dunkelheit und Licht – unvergesslich
Nach kurzem Aufenthalt zurück. Der Rückweg über die Brücke fühlte sich wieder wie ein völlig neues Erlebnis an: Dunkel, wackelig, schwingend, unter uns Dunkelheit mit Leuchtkette der fahrenden Autos, umgeben vom Lichterspektakel der Burg und der klaren Winterluft.


Jeder Schritt ein kleines Abenteuer, jeder Blick ein Staunen über das Zusammenspiel von Höhe, Dunkelheit und Licht. Alles ein Nervenkitzel. Und bitte nicht zu sehr wackeln!
Lumagica – die Burgenwelt als magisches Wintermärchen
Kaum wieder festen Boden unter den Füßen, änderte sich die Stimmung schlagartig. Nach der kühlen Weite der Brücke fühlte sich die Burg Ehrenberg fast einladend an.

Überall glühen Lichter, Wege und Mauern sind in Farben getaucht und zwischen den alten Steinen entstanden kleine Szenen, die eher an ein Wintermärchen als an eine Ruine erinnern. Lumagica verwandelt die Burgenwelt in eine Bühne voller Fantasie – besonders für Kinder ein echtes Highlight, aber auch Erwachsene lassen sich hier leicht mitnehmen.


Langsam schlenderten wir durch die beleuchteten Wege, in die Fantasiewelt im Inneren, ließen die letzten Eindrücke auf uns wirken und merkten erst jetzt, wie viel wir eigentlich erlebt hatten:


Oben die weite Bergwelt, dann die schmale Brücke über dem Abgrund und nun dieses warme Leuchten zwischen alten Mauern. Ein Abend, der Nervenkitzel und Geborgenheit, Dunkelheit und Licht perfekt miteinander verband.
Fazit: Ein Abend voller Magie – Zwischen Himmel und Burgen
Dieser Abend auf der highline 179 im Winter, der war wie eine kleine Reise durch Licht und Zeit:
Auf dem Schlosskopf ganz oben in den Tiroler Bergen den Sonnenuntergang einatmen, dann auf der Brücke Freiheit und Nervenkitzel, schließlich in der Burgenwelt Ehrenberg mit Lumagica den Zauber der Winterzeit spüren – alles innerhalb weniger Stunden.
Für mich war es ein Erlebnis, das Herzklopfen verursachte, Staunen hervorrief und mich einfach atemlos machte.

Und jetzt du: Würdest du dich trauen, über so eine Hängebrücke in schwindelnder Höhe zu laufen? Oder ist das eher nichts für dich? Erzähl doch mal.
Praktische Infos für den Winterabend auf der highline 179
- Anreise & Parken: Die Burgenwelt Ehrenberg liegt bei Reutte in Tirol. Parkplätze sind direkt vor Ort vorhanden.
- Tickets: Kombitickets für Schlosskopf, highline 179 + Lumagica gibt es online oder vor Ort. Besonders für den Abend lohnt sich die Kombination.
- Öffnungszeiten: Lumagica läuft noch bis Mitte Februar; die Brücke ist wetterabhängig geöffnet.
- Ausrüstung: Warme Kleidung und rutschfeste Schuhe unbedingt, gerade bei winterlicher Witterung.
- Besonders für Familien: Kinder lieben Lumagica – Lichter, Figuren und kleine Überraschungen machen die Burgenwelt zu einem magischen Erlebnis.
- Tipp: Den Top Liner zur Auffahrt nutzen, den Sonnenuntergang genießen und die Brücke in der Dämmerung überqueren – das ist der stimmungsvolle Höhepunkt.







2 Comments
Heidi
Liebe Karen, ich staune alleine schon beim Lesen und ein mulmiges Gefühl macht sich in meinem Inneren bemerkbar. Ich weiß nicht ob ich mich überwinden könnte über diese Hängebrücke zu gehen. Aber scheinbar lohnt es sich seine Ängste zu überwinden, wenn man so eine tolle Überraschung auf der anderen Seite findet.
Ich beglückwünsche dich zu deinen Mut und
zu diesem grandiosen Erlebnis.
Danke für die Idee das auch einmal auszuprobieren.
Liebe Grüße, Heidi
Karen
Liebe Heidi, da war mir tatsächlich ein bisschen mulmig. Aber es war ein so unvergessliches Erlebnis, dass es jedes Herzklopfen wert war.
Liebe Grüße
Karen