Reisewarnungen - 1 2 3 Welches Land ist das nächste?
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Reisewarnungen – 1 2 3 Welches Land ist das nächste?

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Man fragt sich: Welches Land ist das nächste? Reisewarnungen stellen die höchste Warnstufe des Auswärtigen Amtes dar. Für wen wird es die nächste Reisewarnung geben? Welches Land ist das nächste? Corona kommt mit Macht zurück. Mitten in den Sommerferien fiel ein beliebtes Reiseziel nach dem anderen aus. Reisewarnungen gibt es inzwischen wieder gegen viele unserer Nachbarländer. Man fragt sich nur noch: Welches Land ist das nächste?

Reisewarnung für Spanien

Jetzt hat es Spanien erwischt. Nach den Warnungen gegen nur einige Regionen gilt jetzt eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts gegen ganz Spanien, inklusive der Balearen.

Wegen steigender Corona-Zahlen erklärt die Bundesregierung damit auch Mallorca zum Risikogebiet und warnt vor Reisen dorthin. Für die Urlaubsinsel mit ihrer Abhängigkeit vom Tourismus ist das ein heftiger Schlag. Eine Reisewarnung ist zwar noch kein Reiseverbot, aber viele Urlauber und auch Reiseveranstalter stornieren daraufhin anstehende Reisen.

Angst vor wirtschaftlichem Absturz auf Mallorca

Nach der Reisewarnung Deutschlands für fast ganz Spanien, ausgenommen die kanarischen Inseln, wächst auf den Balearen die Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz. Als einen „tödlichen Schlag“ bezeichnete die Zeitung „Diario de Mallorca“ die Entscheidung der Bundesregierung, auch die liebste Urlaubsinsel der Deutschen zum Corona-Risikogebiet zu erklären und vor Reisen dorthin zu warnen. Das sei so etwas wie der Todesstoß für den Tourismus für diese Saison, schrieb die Zeitung.

Nirgendwo in Spanien gibt es eine solche Abhängigkeit vom Tourismus wie auf den Balearen, vielleicht noch auf den kanarischen Inseln, aber die sind ja momentan ausgenommen von der Reisewarnung. Die Tourismus-Branche ist mit rund 35 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung unverzichtbar für die Balearen, speziell Mallorca. Für den kommenden Herbst und Winter wird deshalb eine Pleitewelle befürchtet.

Die Zahlen, die die Inselregierung herausgegeben hat, lassen aber keinen Zweifel zu. Die Zahl der Neuinfektionen liegt eindeutig über der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner – das ist das wichtigste Kriterium für die Entscheidung, ob eine Region oder ein Land als Risikogebiet eingestuft wird.

Auch die einheimische Jugend feiert

Wir waren ja in der ersten Juli-Hälfte auf Mallorca und konnten uns einen gewissen Überblick verschaffen. Gerade in der Zeit gab es die unschönen Bilder vom Ballermann, die dazu führten, dass dort die Lokale wieder geschlossen wurden. Ansonsten aber hielten sich die meisten Menschen an die Regeln.

Allerdings wurde auch im Insel-Radio von jungen Einheimischen berichtet, die in Palma ohne Masken und Abstand gefeiert haben. Es waren also nicht nur die Touristen, die es haben krachen lassen.

Dennoch hatten wir uns entschlossen, wegen der unklaren Lage eine weitere Reise im August erstmal zu verschieben. Stattdessen schauen wir uns die Heimat genauer an.

Wann gilt ein Land als Risikogebiet?

Die Einstufung als Risikogebiet basiert laut Robert-Koch-Institut auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst werde festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird nach bestimmten Kriterien festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Wer aus einem Risikogebiet aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss sich beim Gesundheitsamt melden und sich in häusliche Quarantäne begeben. Zudem sind Einreisende verpflichtet, einen Corona-Test zu machen.

Liste der Risikogebiete wird laufend aktualisiert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass die Bundesregierung fortlaufend prüfe, inwieweit Gebiete als Risikogebiete einzustufen sind. Daher könne es auch zu kurzfristigen Änderungen, etwa zu einer Erweiterung dieser Liste, kommen. Diese Liste hat sich ja auch schon wieder deutlich erweitert.

Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betonte, dass bislang für alle Einreisenden aus Risikogebieten die Pflicht zu zwei Wochen Quarantäne gelte. Inzwischen können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Bei einem negativen Testergebnis entfällt die Pflicht zur Quarantäne.

Reisewarnungen - 1 2 3 Welches Land ist das nächste? Quaranäne
Reisewarnungen – 1 2 3 Welches Land ist das nächste? Quarantäne

Reisewarnungen – 1 2 3 Welches Land ist das nächste?

In Deutschland steigt die Zahl der Infizierten mit dem Corona-Virus wieder stark an. Jeden Abend kann man das in Tagesschau oder Heute-Sendung verfolgen. Verantwortlich gemacht dafür werden zu ca. 30-40 Prozent die sogenannten Reiserückkehrer.

Hier wird aber leider kein Unterschied gemacht zwischen den reinen Urlaubern und denjenigen, die zu einem ausgedehnten Heimaturlaub zur Familie in ihre Ursprungsländer fahren. Stattdessen werden ständig Bilder vom Ballermann auf Mallorca gezeigt, obwohl die dortigen Lokale ja schon seit Wochen geschlossen sind.

Kosovo, Kroatien und Frankreich die nächsten! Und dann?

Ins Zentrum der Betrachtung des Auswärtigen Amtes rücken inzwischen die bisherigen Risikogebiete Kosovo und Kroatien.

Kroatien

Aktuell: es ist Kroatien! Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Kroatien, Österreich hat ganz Kroatien zum Corona-Risikoland erklärt.

Frankreich

In unserem Nachbarland Frankreich steigen die Zahlen leider auch wieder deutlich an, inzwischen ist es schlimmer als während der ersten Welle. Es gilt dort eine verschärfte Maskenpflicht, weitere Maßnahmen werden erwogen. Der kritische Wert für Paris und andere Gegenden, ermittelt vom Robert-Koch-Institut, ist bereits überschritten. Auch hier spricht einiges für eine baldige Reisewarnung. Und ja, so ist es:

Jetzt hat es auch Frankreich erwischt. Verzweiflung auf Frankreichs Campingplätzen.

Aktuell:

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Auvergne-Rhône-Alpes, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Hauts-de-France, Centre-Val-de-Loire, Normandie, Bretagne sowie Corse (Korsika) wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt. (Quelle: Auswärtiges Amt, 29.09.2020)

Deutschlands Nachbarländer

Die Liste der als Risikogebiete ausgewiesenen Länder enthält auch unsere Nachbarländer, siehe Robert-Koch-Institut. Neu hinzugekommen sind Luxemburg, Tschechien und Österreich mit Wien, Vorarlberg und Tirol.

Aber auch Deutschland ist keine Insel der Seeligen, auch bei uns steigen die Zahlen teils wieder dramatisch. Einzelne Regionen sind immer mal wieder über die Grenze von 50 Neuinfizierten von 100.000 gestiegen. (Stand: September 2020)

Risiko private Feiern

Reisewarnungen - 1 2 3 Welches Land ist das nächste? - Risiko private Feiern
Reisewarnungen – 1 2 3 Welches Land ist das nächste? – Risiko private Feiern

Reiserückkehrer sind das eine Problem, aber es gibt natürlich auch andere Quellen von Neuinfizierungen mit dem Corona-Virus, das sind zu ebenfalls ca. 40 Prozent die privaten Feiern.

Besonders vor den lokalen Ausbrüchen, die meist mit privaten Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Familienfeiern oder Beerdigungen zusammenhingen, warnt Gesundheitsminister Jens Spahn. Er könne neue Regeln und Grenzen für solche Events nicht ausschließen.

Das verstehe ich als Gegenstück zur Reisewarnung: eine gelbe Karte für Partys.

Reisewarnungen - 1 2 3 Welches Land ist das nächste? Gelbe Karte für Partys
Reisewarnungen – 1 2 3 Welches Land ist das nächste? Gelbe Karte für Partys

Seid bitte weiter vorsichtig!

Corona ist noch lange nicht vorbei, obwohl viele Menschen sich derzeit so verhalten. Gerade diese privaten Feiern und Partys lassen in letzter Zeit viele Vorsichtsmaßnahmen außer Acht. Das könnte zu einer Rückkehr zu schärferen Maßnahmen und Verboten führen, die doch eigentlich keiner will.

Bleiben wir doch bitte alle zusammen weiter wachsam und vorsichtig, um nicht all das zu gefährden, was wir durch Verzicht und Umsicht geschafft haben. Natürlich sind die Einschränkungen uns allen ein Ärgernis. Wir hatten uns alle diesen Sommer anders vorgestellt. Aber die Situation mit dem Corona-Virus ist nun mal da und sie ist kein Spaß. Die Folgen, vor allem auch die Langzeitfolgen für Erkrankte bzw. wieder Genesene, sind immer noch gar nicht absehbar. Da dürfen wir doch jetzt nicht so leichtsinnig sein.

Empfindest du es als Einschränkung deiner Freiheit, wenn du zum Einkaufen oder auf dem Weg zu einem Biergartentisch eine Maske aufsetzen musst? Wie sehr stören dich die Maßnahmen? Wie hältst du es damit? Lass es mich wissen.

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