Urlaub in Manoir de Moncé - Genuss in alten Mauern
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Urlaub in Manoir de Moncé – Genuss in alten Mauern

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Es ist schon später Nachmittag, als wir ankommen in Moncé. Sobald wir den langgestreckten weißen Zaun sehen, wissen wir: wir sind da. Unter einer riesengroßen Zeder parken wir unser Auto und werden auch schon empfangen. Unser Urlaub in Manoir de Moncé kann beginnen!

Parken unter einer riesigen Zeder in Moncé
Parken unter einer riesigen Zeder in Manoir de Moncé

Das alte Herrenhaus mit den roten Fensterrahmen und -läden strahlt uns an, zwei wunderschöne Hunde beäugen uns neugierig, aber zurückhaltend und wohlerzogen, der Pool leuchtet blau in der Abendsonne. Das sieht nach einer wunderbaren Woche aus.

Zwei wohlerzogene Hunde gehören dazu
Zwei wohlerzogene Hunde gehören dazu

Genuss in alten Mauern

Ein alter Landsitz im Périgord, etwas versteckt gelegen, weitab von Hektik und Stress großer Städte, dafür umgeben von Wäldern soweit das Auge reicht – das ist das Manoir de Moncé.

Herrlich romantisch – wohnen auf einem Schloss! Wir wissen aber: In den alten Mauern wohnt neuer Komfort, Genuss und heitere Leichtigkeit nach der grundlegenden Renovierung in den letzten Jahren.

Die Ursprünge des heutigen Landsitzes gehen zurück bis ins 14. Jahrhundert. Im Jahr 1715 wurde Moncé als Château eingestuft. Es liegt etwas abgeschieden inmitten malerischer Hügel, dichter urwaldähnlicher Wälder, üppiger Sonnenblumenfelder und romantischer Flussläufe. Idylle pur in und um die alten Mauern.

Im Jahr 2015 übernahmen Niko und Caroline von Grundherr gemeinsam mit einem befreundeten Paar das Anwesen und machten daraus ein Paradies. Das war sicher nicht einfach und kostete viel Muskelkraft, Fantasie, Zeit und Geld – aber es hat sich gelohnt.

Neuer Wind und frische Farben

Zu alten Holzbalken und Täfelungen kamen frische Farben für Wände und Einrichtung, außerdem wurden moderne Bäder installiert. Sehr wichtig waren ihnen auch die maßgefertigten Betten, die wunderbar bequem sind. Alt und neu kommen sehr gut miteinander aus.

Die Küchen sind nicht nur für Hobbyköche, sondern auch für mindestens Halb-Profis eine Offenbarung und erwarten dich mit modernen, pfiffigen Geräten. Hier können die Markteinkäufe lecker zubereitet werden. Auf den wunderschön bepflanzten Terrassen kannst du dann die Speisen genießen.

Wenn du nach Rezepten suchst, dann findest du die auch: Passende Kochbücher der Region warten im Regal auf dich, zusammen mit Reiseführern und Romanen. Es ist an alles gedacht, damit du dich wohlfühlst. Und Holz für die alten Kamine gibt es auch reichlich.

Die Vier erschufen ein Paradies, das sie auch anderen zugänglich machen, denn die drei Wohneinheiten können gemietet werden als Ferienaufenthalt für dich selbst, für die ganze Familie oder auch für Urlaub mit Freunden. Es gibt den Westflügel, der die Bel Étage, das Studio und das Appartement umfasst und Platz für insgesamt 10 Personen bietet.

Außerdem gibt es den großzügigen Südflügel für momentan bis zu 5 Personen und jeder Menge Platz und Atmosphäre.

Wo liegt Moncé eigentlich? Im Nirgendwo?

Nicht im Nirgendwo, sondern im Herzen Frankreichs: Moncé liegt im Périgord im Südwesten Frankreichs, im sogenannten weißen Périgord und gehört zur kleinen Gemeinde Saint Aquilin.

Das Périgord in vier Farben:

Es gibt das Périgord in vier Farben: schwarz, grün, violett und weiß, alles alte und historisch belegte Bezeichnungen.

  • Das schwarze Périgord (noir) bezieht sich auf den Wald (dunkel), manchmal auch auf die Trüffel.
  • Das grüne Périgord (vert) zeichnet sich durch seine Wiesen aus,
  • das violette Périgord (pourpre) wurde nach dem Wein benannt, weil es viele Weinberge beherbergt.
  • Das weiße Périgord (blanc) schließlich hat seinen Namen von den kalkhaltigen und kalkreichen Böden, die in den Landschaften mit ihren Gesteinformationen vorkommen.

Die Hauptstadt des Périgord ist Périgueux, Saint Astier ist der nächstgelegene etwas größere Ort, ca. 10 Autominuten entfernt. Einen guten Reiseführer kann ich dir dafür auch empfehlen: Dordogne Périgord von Dumont*.

Im Périgord scheint die Zeit etwas langsamer zu laufen als anderswo, alles wirkt etwas gelassener, etwas ursprünglicher. Hier kannst du tatsächlich zur Ruhe kommen.

Allerdings: der Preis für die etwas abgelegene Lage ist eine längere Anreise. Mach also den Weg schon zum Teil des Ziels, das lohnt sich ohnehin.

Ist das nicht langweilig? Was kannst du dort unternehmen?

Zunächst einmal kannst du hier ganz entspannt deinen Urlaub genießen. Spaziergänge oder kleine Wanderungen direkt in den umliegenden Wäldern (Walnüsse und Maronen sammeln), Ausspannen am Pool, Lesen auf deiner eigenen Terrasse – genieß es.

Was du allerdings nicht verpassen darfst, sind natürlich die Marktbesuche: In der näheren Umgebung gibt es eigentlich an jedem Wochentag idyllische Wochenmärkte zum Staunen und Einkaufen von frischen Erzeugnissen der Region. Der nächste ist in Saint Astier und zieht sich durch den ganzen Ort. Andere sind auch nicht weit, sie haben aber alle ihren eigenen Reiz.

Tipp: Beginne den Markttag am besten mit einem Café und Croissant in einer der umliegenden Bars.

Städtchen, die einen Ausflug wirklich lohnen, sind u. a. Périgueux, Brantome, Ribérac, Bergerac, St. Emilion … eigentlich ist jeder Ort einen Ausflug wert.

Besuche eines oder mehrere der umliegenden Schlösser oder auch ein Weingut. Das Périgord wird auch Region der 1000 Schlösser genannt. In St. Emilion Montagne beispielsweise gibt es das Maison Blanche mit sehr gutem Wein, aber auch viele andere.

Sogar ein Ausflug nach Bordeaux ist absolut machbar und in ca. einer Stunde zu erreichen. Wir haben dort z. B. in den ehemaligen U-Boot-Bunkern die Bassins de Lumières besucht. Der fast 20 Meter hohe Bunker, ein gigantisches 42.000 Quadratmeter großes Gebäude am Ufer der Garonne, wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis für die Unterbringung von U-Booten gebaut. Jetzt werden dort große Kunstwerke in Lichtshows installiert und mit Musik untermalt – ein umwerfendes Erlebnis und unbedingt empfehlenswert!

Natürlich bist du nicht in Frankreich, ohne wenigstens einmal eines der typischen Restaurants zu besuchen. Mein Tipp: Le Clos Mirande in Montagne bei St. Emilion.

Viele weitere Tipps findest du in einer Gästemappe in Moncé. Glaub mir, langweilen wirst du dich nicht.

Wie kommst du hin?

  • Mit dem Flugzeug: Diesmal sind wir geflogen, ein Direktflug mit Lufthansa von München aus nach Toulouse, und haben dort einige Stunden verbracht. Am nächsten Tag gegen Mittag fuhren wir mit einem Mietwagen weiter nach Moncé, ca. 3 Stunden hat das gedauert.
  • Mit dem Flugzeug: Du kannst auch nach Bordeaux fliegen, von München allerdings nicht direkt, sondern z. B. über Zürich. Dann fährst du noch ungefähr 1,5 Stunden zum Ziel.
  • Mietwagen: Du brauchst auf jeden Fall ein Auto vor Ort.
  • Mit dem Auto: Bei unseren ersten beiden Moncé-Genusstagen waren wir mit dem Auto gefahren und hatten jeweils einmal übernachtet, einmal in Lyon, einmal in Beaune, zurück jeweils in einem Rutsch nach Hause. Es sind ca. 1200 Kilometer von München.

Genuss ist garantiert

Urlaub in Manoir de Moncé ist Genuss pur. Das Kochen war ein Vergnügen, noch mehr vielleicht das gemeinsame Essen in großer Freundesgruppe in der großen Küche des Westflügels. Das waren kulinarische Festtage, und das Auge kam auch nicht zu kurz.

Tomatensalat à la Bruno - Brunos Kochbuch
Tomatensalat à la Bruno* – Brunos Kochbuch
Ein Festmahl für 12 - das Herzstück: die Küche im Westflügel
Urlaub in Manoir de Moncé – Genuss in alten Mauern, das Herzstück: die Küche im Westflügel

Hast du jetzt Lust bekommen auf Manoir de Moncé? Kommt das als Reisetipp für dich in Frage? Oder gibt es für dich ein anderes, ähnliches Refugium für die Seele? Erzähl doch mal.

Dieser Beitrag wurde weder beauftragt noch honoriert und dient als reiner Leserservice.

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2 Comments

  • Sieglinde Graf

    Das schaut so schön aus. Sowohl das wunderhübsche Anwesen, als auch die grüne Gegend und die feinen Genüsse auch!
    Sicher ist es eine Landschaft für die Seele und zum Schwelgen und natürlich zum Kochen!
    Leider ist es halt auch sehr weit. Wir waren vor drei Jahren im Burgund und haben 2 Wochen in Djon gewohnt und schönste Ausflüge gemacht. Frankreich ist auf jeden Fall immer ein lohnendes Urlaubsziel und Du hast mich hier auf eine besondere Reise mitgenommen.
    Dennoch fahren wir nächstes Jahr wieder nach Dänemark :-). Das haben wir nach Jahrzehnten vor ein paar Jahren wiederentdeckt und machen nun mit den Kindern und Enkeln dort Urlaub, wo wir früher nur mit unseren kleinen Kindern waren. Eine ganz andere Dimension.
    Herzliche Grüße von Sieglinde

    • Karen

      Ja, es ist wirklich wunderschön, genau, wie du sagst.
      Dänemark ist für uns hier aus dem Süden auch nicht näher, früher von Schleswig-Holstein aus war das natürlich etwas anderes. Da war ich häufiger in Dänemark. Das ist auch toll.
      In jedem Fall muss man seinen Sehnsuchtsort finden. Das Problem: es gibt so viele davon.
      LG, Karen

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