Mein Bild der Woche 14 – Mundschutz gegen Corona – eine Anleitung zum Selbermachen

Mundschutz gegen Corona - Selbermachen

Einen Mundschutz gegen Corona zu tragen, das ist inzwischen, nach mehreren Wochen der teils freiwilligen, seit einer Woche aber angeordneten Ausgehbeschränkung und Isolation, auch bei uns eine Option. https://karenontour.de/halte-2-meter-abstand/.

Kaufen kann man keinen mehr, weder in noch geöffneten Geschäften noch im Internet. Zumindest nicht mit einer akzeptablen Lieferzeit. Schließlich nützt mir ein Mundschutz gegen Corona nchts mehr, wenn er erst im Juni ankommt.

Das Corona-Virus wird über Tröpfchen- oder Schmierinfektion verbreitet, also beim Sprechen, Husten oder Niesen sowie beim Berühren des Gesichts mit den infizierten Fingern, siehe https://karenontour.de/15-fragen-und-antworten-zum-corona-virus/. Um das Ansteckungsrisiko zu senken, wird inzwischen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes immer häufiger empfohlen.

Jetzt stellt sich die Frage, ob es eventuell sinnvoll sein kann, einen Mundschutz selber zu nähen. Schützen solche Masken auch wirkungsvoll vor einer Ansteckung?

Mundschutz gegen Corona - Mein Bild der Woche 14
Mundschutz gegen Corona

Das Wichtigste zuerst: Bei den selbst genähten Masken handelt es sich nicht um Eigenschutz, sondern um Fremdschutz. Das bedeutet: Jemand, der einen Mundschutz trägt, kann sich selbst dadurch nicht vor einer Ansteckung schützen, aber für alle anderen Menschen das Risiko senken. Deshalb ist es wichtig, sich auch beim Tragen einer Maske an die geltenden Vorgaben zu halten:

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen.
  • In die Armbeuge oder ins Taschentuch niesen und husten.
  • Nicht mit den Händen in das Gesicht fassen.
  • Mindestens 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten.
  • Möglichst zu Hause bleiben.

Mundschutz gegen Corona – eine Anleitung zum Selbermachen

Ein selbst genähter Mundschutz ist natürlich nicht so sicher wie eine zertifizierte Maske. Damit dieser Mundschutz aber eine, wenn auch eingeschränkte, Schutzfunktion haben kann, muss man ein paar wichtige Dinge beachten:

Welches Material eignet sich am besten?

In einer Studie der University of Cambridge, https://www.researchgate.net/publication/258525804_Testing_the_Efficacy_of_Homemade_Masks_Would_They_Protect_in_an_Influenza_Pandemic wurden verschiedene Materialien für eine selbstgemachte Mundschutzmaske getestet. Das Ergebnis: In puncto Sicherheit folgen nach OP-Masken solche aus Filterbeuteln von Staubsaugern. Mit denen kann man allerdings nicht so gut atmen. Blöd. Dann ist Baumwolle das nächstbeste Material.

Wichtig zu beachten

  • Den selbst genähten Mundschutz einmal täglich waschen, entweder bei 95°C Wassertemperatur 5 Minuten im Kochtopf oder bei mindestens 60°C mit Waschmittel in der Waschmaschine.
  • Der Mundschutz muss eng am Gesicht anliegen und auch beim Sprechen Mund und Nase bedecken.
  • Den Mundschutz beim Ausziehen möglichst nur an den Bändern anfassen und darauf achten, sich nicht im Gesicht zu berühren.
  • Nach Ablegen des Mundschutzes gründlich die Hände waschen.

Mundschutz gegen Corona selber nähen: So geht’s

Wie bereits erwähnt, ist es zur Zeit schwierig, Mundschutzmasken zu kaufen. Und wenn es welche gibt, dann gehen die natürlich zuerst an das medizinische Personal. Vollkommen klar und richtig.

Deshalb gibt es im Netz inzwischen einige Nähanleitungen. Diese Anleitung zum Nähen eines Mundschutzes wurde von der Stadt Essen veröffentlicht, https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/0115_1/pressereferat/Mund-Nasen-Schutz__Naehanleitung_2020_Feuerwehr_Essen.pdf.

Eine weitere Anleitung habe ich von der Firma Trigema gefunden, https://trigema.de. Wenn du also selbst nähen willst, dann kannst du entweder im Internet suchen oder nach dieser einfachen Trigema-Anleitung arbeiten.

Das brauchst du an Material

Um den Mundschutz selbst zu nähen, brauchst du nur folgendes Material:

  • Ca. 22cm x 19cm kochfester Stoff aus Baumwolle, z. B. Kissenbezug, Stoffwindel, T-Shirt, leichtes Baumwolltuch, Geschirrtuch …
  • Gummiband, möglichst kochfest, 2 x ca. 50 cm lang, ca. 1 cm breit
  • Draht, ca. 12 cm lang, dünn, biegsam, z. B. Blumendraht, Basteldraht …
  • Bügelfleece, wenn vorhanden, es geht aber auch ohne.

Die Anleitung

  • Das Stofftuch zur Hälfte falten und bügeln.
  • Auf eine Seite den zugeschnittenen Bügelfleece aufbügeln.
  • Auf jede Seite drei gleichmäßig tiefe Falten legen und steppen, die Falten sollen sich nach unten öffnen.
  • Rund herum alle vier Kanten des Stoffes versäubern.
  • Gummis zu jeweils einem Ring zusammennähen.
  • Stoffkante an einer der langen Seiten ca. 1 cm einschlagen und einen Gummiring einlegen. Entlangsteppen, Gummi aber nicht feststeppen, sondern eine Art Tunnel nähen.
  • Auf der anderen Seite wiederholen.
  • Draht in den oberen Tunnel hinter dem Gummi einschieben und zentrieren. Draht dann links und rechts fixieren durch Feststeppen. Fertig.
Mundschutz gegen Corona - Anleitung zum Selbermachen
Mundschutz gegen Corona – Anleitung zum Selbermachen

Selbstgemachter Mundschutz gegen Corona – es geht auch ohne Nähen

Unter diesem Link findet ihr auch noch eine Anleitung für einen selbstgemachten Mundschutz, der ohne Nähen funktioniert. Lohnt sich auch, das mal auszuprobieren: https://www.t-online.de/gesundheit/id_87629706/mundschutz-so-basteln-sie-sich-einen-ohne-naehen-selbst-anleitung-und-tipps.html.

Selbstgemachter Mundschutz senkt das Risiko für andere

Eine selbstgenähte Atemschutzmaske dient lediglich als Alternative, wenn es keine anderen Masken gibt. Bei selbstgemachten Masken handelt es sich um einen sogenannten Behelfs-Mund-Nasen-Schutz.

Diese Masken sind nicht zertifiziert und können das Infektionsrisiko nur für andere Menschen senken (Fremdschutz). Derjenige, der die Maske trägt, ist nicht vor Viren und Bakterien geschützt (Eigenschutz).

Immerhin: Wenn jetzt also jeder eine Maske tragen würde, dann könnte das trotzdem allen helfen, weil das Infektionsrisiko somit für alle gesenkt wird.

Mundschutz gegen Corona: Das sagen Experten

Das Tragen eines Mundschutz scheint sinnvoll. Gerade aus asiatischen Ländern wie China, Japan oder Südkorea kennt man Bilder von Menschen, die eine Maske tragen. Hier in Europa ist das neu und muss sich erst einmal durchsetzen. Immer mehr Experten befürworten das Tragen von Mundschutzmasken in der Öffentlichkeit.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, empfiehlt das Tragen von einfachen Masken, da diese „bei der Eindämmung des Corona-Virus sinnvoll sein“ können.

Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selber welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum. Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden„, sagte Reinhardt zur Neuen Osnabrücker Zeitung.

Auch Virologe Prof. Dr. Christian Drosten erklärte bereits mehrfach in seinem täglichen Podcast https://www.ndr.de/nachrichten/info/19-Masken-koennen-andere-schuetzen,audio657394.html , dass das Tragen von Mundschutzmasken nicht völlig abwegig sei, sonden sinnvoll, denn: „wenn ich niese, dann verteile ich kleinste Tröpfchen. Und wenn ich ein Stück Tuch vor dem Mund habe, das kann entweder so ein Zellulose-Tuch sein wie bei einer gekauften Maske, oder es kann auch natürlich ein Schal sein oder irgendetwas, diese großen Tröpfchen werden dann abgefangen. Da lässt sich nichts dran diskutieren. Und das ist natürlich gut.

Unter diesen Umständen scheint mir das Selbermachen eines Mundschutzes gegen Corona ganz sinnvoll. Ich werde das mal ausprobieren und darüber berichten.

Ich hasse nervige Kettenbriefe

Ja, allerdings, ich hasse nervige Kettenbriefe! Und nervig sind sie alle.

Neulich habe ich wieder so einen bekommen, per WhatsApp. Es war eine relativ lange Nachricht sowie ein Link, den ich öffnen sollte. Das sollte einem guten Zweck dienen.

Beides war eine Weiterleitung, das konnte ich erkennen. Den Link habe ich nicht angeklickt. Am Ende der Nachricht fand ich die Aufforderung, dieses wundervolle kulturelle Ereignis bitte an andere weiterzusenden und so zu verbreiten. Damit würde ich der Welt einen Dienst erweisen.

Ich hasse nervige Kettenbriefe -Smartphone, Apps
Ich hasse nervige Kettenbriefe über Social Media

Kennst du so etwas auch?

In meiner Kindheit habe ich manchmal Ansichtskarten erhalten mit der Aufforderung, auch eine Ansichtskarte zu schreiben mit demselben Text an die oberste von – meist 5 – Personen. Den Namen und die Anschrift sollte ich dann weglassen und meine als unterstes einfügen. Ich würde dann auch bald ganz viele Ansichtskarten bekommen!

Das fand ich toll! Und hab´s gemacht. Und was war? Nichts!

Ich glaube tatsächlich, dass ich seit der Erfahrung nie wieder auf einen Kettenbrief hereingefallen bin. Ich habe einfach nicht darauf reagiert und sie entsorgt. Das mache ich heute noch so. Denn:

Ich hasse nervige Kettenbriefe!

Und jetzt kam, mal wieder, doch wieder einer. Was habe ich wohl damit getan? Eben! Wie gesagt – Ich hasse nervige Kettenbriefe.

Ich habe jetzt ein bisschen recherchiert. Meine Erkenntnisse dazu:

Was ist eigentlich ein Kettenbrief?

Ich hasse nervige Kettenbriefe - Brief, Email, Mailbox
Ich hasse nervige Kettenbriefe in meiner Mailbox

Ein Kettenbrief ist eine Nachricht, die heutzutage meist über soziale Netzwerke wie WhatsApp, seltener als E-Mail oder, als fast ausgestorbene Variante, per Post verbreitet wird. Man wird von einer einem bekannten Person dazu aufgefordert, den Inhalt zu kopieren und an mehrere weitere Empfänger zu versenden.

Warum bloß sollte man ihn öffnen und weiterleiten?

Teilweise wird mit obskuren oder dramatischen Folgen gedroht, wenn man die Nachricht nicht weiter versendet und damit die Kette unterbricht. Wer hingegen derartige Briefe weiterschickt, dem werden oft große Belohnungen versprochen, mindestens aber das Himmelreich. Mitunter werden Empfänger auch durchaus unter moralischen Druck gesetzt, die Nachricht weiterzuleiten. Man könnte sonst ein schlechter Mensch sein. Wer will das schon. Und oft will man dem Sender, den man ja meistens kennt, einen Gefallen tun.

Sollte man aber nicht!

Die Absichten von Kettenbriefen können ganz unterschiedlich sein:

  • Mitteilungen verbreiten, zum Beispiel Spendenaufrufe, falsche Viruswarnungen, religiöse oder politische Texte
  • E-Mail-Adressen sammeln
  • In-Gang-Setzen und -Halten von Spielen
  • Betrugsversuche
  • Störung von Arbeitsmitteln und Kommunikationsdiensten, z. B. E-Mail
  • Belästigung von Einrichtungen oder von Personen
  • Schleichwerbung

Die Erscheinungsformen können ganz unterschiedlich sein:

  • Himmelsbriefe und religiöse Kettenbriefe
  • Glückskettenbriefe, Geldkettenbriefe, Politische Kettenbriefe, Mitleidkettenbriefe
  • Witzkettenbriefe, Anti-Kettenbriefe, Phishing- und Spammails, auch Glücksbrot usw.

Vor dem Internet-Zeitalter wurden Kettenbriefe hauptsächlich mit der Post verschickt. Beschwerden über Kettenbriefe wurden bereits im Jahr 1926 veröffentlicht. Im Internet-Zeitalter geschieht der Versand überwiegend über soziale Netzwerke oder E-Mail. Prinzipiell ist jedes Medium für die Verteilung von Kettenbriefen geeignet, wenn es einen Absender, einen Empfänger sowie die Möglichkeit des Versands von Nachrichten an mehrere andere Personen gibt. Maßgeblich für die Definition des Kettenbriefes ist aus diesem Grund weniger sein Übertragungsmedium, sondern der Inhalt der Nachricht.

Wie erkenne ich Kettenbriefe?

Kettenbriefe erkennst du typischerweise an einer direkten oder indirekten Aufforderung in der Nachricht, diese an mehrere Empfänger weiterzuverteilen. Dies meist im Zusammenhang mit Versprechungen, mitleidserregenden Geschichten, Appellen an dein Gewissen oder Drohungen.

Kettenbriefe nutzen die Methode des Schneeballsystems zur Verbreitung. Viele, häufig unerfahrene Nutzer hoffen auf die versprochenen Gewinne oder Resultate durch den Versand eines Kettenbriefes. Dies gilt besonders dann, wenn die Weiterverbreitung mit der Aufforderung verbunden ist, Geld oder Geschenke (oder Ansichtskarten) zu verschicken.

Bei mit der Post versendeten Kettenbriefen war beispielsweise eine Liste mit Adressen angefügt. Der Empfänger sollte dann an die erste dieser Adressen einen bestimmten Geldbetrag schicken, sie vor der Weiterverbreitung streichen und stattdessen seine eigene Adresse am Ende der Liste hinzufügen. So war es damals bei meinen Ansichtskarten. (Und seit damals gilt: Ich hasse nervige Kettenbriefe.)

Was wollen Kettenbriefe bezwecken?

  • Dadurch wurde die Hoffnung erweckt, wie ich oben in meiner Kindheitserinnerung geschrieben habe, im Laufe der Zeit würde die eigene Adresse an die erste Stelle rücken und somit der betreffende Geldbetrag oder Sachwert, durch die Weiterverbreitung des Kettenbriefs vervielfacht, einem selbst zugutekommen.
  • Kettenbriefe können auch indirekt zur Belästigung, also Mobbing, von Personen eingesetzt werden. In diesem Fall wird in dem Kettenbrief meist ein Hilfegesuch, etwa eine Telefonnummer angegeben. Die Opfer hinter dieser Telefonnummer erhalten dann Dutzende Telefonanrufe täglich von Empfängern des Kettenbriefes.
  • Durch die ansteigende Masse von Nachrichten, auch E-Mails, werden Kommunikationssysteme übermäßig belastet. Wenn etwa ein Nutzer einen Kettenbrief erhält und ihn an zehn weitere Personen weiterleitet, die ihn wiederum an je zehn Personen weitersenden, dann ist nach dem fünften Empfänger schon ein theoretisches Nachrichtenaufkommen von 100.000 Nachrichten erreicht. Das kann ein Netz schon mal zum Erliegen bringen.
  • Eine Sonderform des Kettenbriefes als E-Mail mit vorgeblichen Warnungen, zum Beispiel vor Computerviren, stellt auch der sogenannte Hoax dar, gut bekannt auch als Fake News.

Nicht öffnen! Nicht weiterleiten!

Netzbetreiber sprechen daher die deutliche Empfehlung aus, eine Kettenbriefnachricht nicht weiterzuleiten und mit eventuell genannten Ansprechpartnern keinen Kontakt aufzunehmen, auch wenn es sich auf den ersten Blick scheinbar um eine „gute Sache“ (z. B. Spendenaufruf) handelt.

Besonders fies: Fake-News über das Corona-Virus

In Zusammenhang mit dem Corona-Virus tauchen WhatsApp-Kettenbriefe und Phishing-Mails auf, die falsche Inhalte über den Umgang mit dem Virus verbreiten bzw. die es auf eure Daten abgesehen haben und Malware, einen Virus, enthalten können.

Vorsicht vor diesen WhatsApp-Kettenbriefen

Bezüglich des Corona-Virus herrscht bei vielen Menschen Unsicherheit. In Kettenbriefen zum Corona-Virus, die über den Messengerdienst WhatsApp verschickt werden, nutzen Unbekannte diese Ängste aus. Mittlerweile gibt es bereits verschiedene Varianten dieser Kettenbriefe.

Sie alle enthalten vermeintlich nützliche Tipps, die dafür sorgen sollen, dass die Kettenbriefe weiter verbreitet werden. Die Seite https://www.verbraucherschutz.com/warnungsticker/whatsapp-kettenbrief-mit-arzttipp-wichtige-hinweise-oder-falschinformation/ warnt vor den Briefen: Sie enthalten keine gesicherten und offiziell bestätigten Informationen. Vielmehr enthalten sie Fehlinformationen, die zu weiterer Verunsicherung führen können.

Ich hasse nervige Kettenbriefe - Coronavirus
Ich hasse nervige Kettenbriefe

Die Kettenbriefe verbreiten beispielsweise angebliche Tipps von Ärzten, wie wir uns gegen das Corona-Virus schützen können. In den Briefen sind einige Übersetzungsfehler enthalten.

Hier Beispiele für solche Kettenbriefe:

Dieses Wuhan-Virus ist nicht hitzebeständig und tötet bei einer Temperatur von 26-27 Grad. Trinken Sie deshalb mehr heißes Wasser. Um geschützt zu sein, können Sie Ihren Freunden und Verwandten sagen, dass sie mehr heißes Wasser trinken sollen. Geh raus in die Sonne. In letzter Zeit ist es sehr angenehm, kaltes und heißes Wasser zu trinken. Dies ist keine Heilung und gut für den Körper. Warmes Wasser zu trinken ist bei allen Viren wirksam. Versuche nicht mit Eis zu trinken, denk dran! […]

Im Anbetracht dessen, dass die Körpertemperatur des gesunden Menschen um die 36 Grad beträgt, könnten Fragen aufkommen.

Das Verbraucherschutz-Portal Verbraucherschutz.com, https://www.verbraucherschutz.com/warnungsticker/whatsapp-kettenbrief-mit-arzttipp-wichtige-hinweise-oder-falschinformation/ bewertet diese Spam-Kettenbriefe als umso gefährlicher, da sie oft vermeintliche Arzttipps enthielten und leichtgläubige und labile Personen sie deshalb ernst nehmen könnten. Bei Beispielen mit zu trinkenden Desinfektionsmitteln, die es auch gibt, mit verheerenden Folgen.

Noch ein Beispiel

Nun ist ein weiterer Kettenbrief aufgetaucht, der sogar auf einen gefährlichen Test zur Selbstdiagnose hinweist. Wie in dem Kettenbrief zunächst zu lesen ist, raten angebliche „Experten aus Taiwan“ dazu, sich in den eigenen vier Wänden selbst auf das Virus zu testen. 

Dabei soll zunächst für zehn Sekunden die Luft angehalten werden. „Wenn Sie die Untersuchung ohne Husten, ohne Beschwerden, ohne Prallheit oder Engegefühl usw. erfolgreich durchführen, beweist dies, dass keine Fibrose in den Lungen vorliegt, was im Grunde genommen auf keine Infektion hinweist.“ Ein gefährlicher „Tipp“, der alles andere als eine wirkliche Diagnose für eine mögliche Infektion ist. Welche Absicht hinter den ominösen Kettenbriefen steckt, ist bislang nicht bekannt. Verunsicherung ist es aber allemal.

Phishing-Mails

Diese Mails enthalten oft auch angebliche Listen mit Verdachtsfällen in der näheren Umgebung. Diese Listen kannst du aber nur sehen, wenn du deine E-Mail-Adresse und Passwort eingibst – eine klassische Phishing-Mail, in der es Betrüger auf deine Daten abgesehen haben.

In einigen E-Mails werden ein Dokument zum Download oder ein Download-Link angeboten. In beiden Fällen werden Informationen zu Sicherheitsmaßnahmen versprochen, um sich vor Infektionen zu schützen. Klicke in keinem Fall den Link oder das Dokument an! Andernfalls besteht die Gefahr, dass du dir einen Computer-Virus einfängst.

Das kannst du tun: Nicht öffnen! Nicht weiterleiten!

Im Falle der WhatsApp-Kettenbriefe solltest du diese nicht weiterleiten oder in den sozialen Netzwerken posten.

Wichtige und geprüfte Informationen zum Corona-Virus erhältst du auf den Seiten des Robert-Koch-Institus, https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html, oder der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html . Siehe auch meine Beiträge: https://karenontour.de/15-fragen-und-antworten-zum-corona-virus/ oder https://karenontour.de/reisen-in-corona-zeiten/. Außerdem sind die täglichen Nachrichten in unseren seriösen Radio- oder TV-Sendern durchaus verlässlich.

Phishing-Mails, die deine Daten abzapfen wollen, kannst du u. a. daran erkennen, dass bei großangelegten Phishing-Kampagnen nur eine allgemeine oder falsche Anrede des Empfängers verwendet wird. Zusätzlich sind fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung sowie ein unprofessionelles Layout ebenfalls ein Indiz.

Also: bei Kettenbriefen ist Vorsicht geboten! Auch wenn du den Absender gut kennst: Öffne keinen Link! Leite keinen dieser Kettenbriefe weiter! Verkünde deutlich, dass du Kettenbriefe nicht willst.

Du weißt es schon: Ich hasse nervige Kettenbriefe!

Und du? Hast du auch schon solche Kettenbriefe erhalten? Was hast du gemacht?