Mein Bild der Woche 15 – Wandern daheim

Wandern daheim - herrliche Wege

Seit nunmehr drei Wochen gelten die Ausgangsbeschränkungen wegen des Corona-Virus. Keine Reisen, keine Ausflüge, „Social Distancing“ ist angesagt. Was bleibt da noch? Na ja, neben anderen Tätigkeiten beispielsweise Wandern daheim!

Wir leben außerhalb von München „auf dem Land“, obwohl wir das große Glück haben, auch sehr schnell in der Stadt sein zu können, wenn wir wollen. Oder in den Bergen. Oder an einem der schönen Seen. Oder oder oder. Wenn es normal zugeht. Das ist ja aber im Moment leider nicht der Fall. https://karenontour.de/halte-2-meter-abstand/

Da gehen wir eben in der nahen Umgebung spazieren, und … keine Überraschung: die ist sehr schön!

Wandern daheim

Aus unseren anfänglichen täglichen Spaziergängen sind inzwischen veritable kleine Wanderungen geworden. Es ist erstaunlich, wie viele Möglichkeiten sich da doch ergeben, unseren mittelkleinen Ort und seine Umgebung zu erlaufen. Das macht Spaß und ist gesund.

Wandern daheim - querfeldein
Wandern daheim – querfeldein
Wandern daheim - auch schön
Wandern daheim – sehr schön!

Diese täglichen Wanderungen gehören inzwischen zu unserer Routine in Zeiten von Corona dazu und helfen natürlich auch dabei, den Rhythmus und die Struktur des Tagesablaufs aufrecht zu erhalten.

Über die Bedeutung der Tagestruktur und gewisser Rituale ist ja schon viel geschrieben worden. Interessante Gedanken dazu findest du auch hier: https://www.focus.de/gesundheit/news/gesundheit-damit-die-seele-sicherheit-hat-warum-rituale-wichtig-sind_aid_520012.html.

Der Kaffee am Morgen, der tägliche Spaziergang am Mittag oder Nachmittag und die Lektüre kurz vor dem Einschlafen haben alle eines gemeinsam: Sie sind Rituale. Sie sind teilweise klein, aber doch bedeutend. Wie wichtig Rituale im Alltag sind, merkt man erst, wenn sie wegfallen. So wie jetzt während der Beschränkungen durch die Corona-Krise.

Deshalb ist es wichtig, sich für diese Zeit passende Rituale und feste Gewohnheiten zuzulegen. Sonst? Naja, vielleicht würden wir sonst verlottern?!?

Ein gutes Ritual in dieser Zeit: Wandern daheim

Welche Rituale hast du dir für diese Zeit zugelegt? Oder läuft alles ab wie immer? Erzähl doch mal. Ich bin neugierig.

Und wie hältst du dich fit? Ich aktiviere gerade wieder unseren WaterRower, https://karenontour.de/fit-statt-schlaff-mit-dem-waterrower/. Sehr zu empfehlen.

Reisen in Corona Zeiten

Reisen in Corona Zeiten - Blick von oben

Flüge gestrichen, Grenzen dicht: Dieser Blick von oben und Reisen in Corona Zeiten scheint wie ein Traum aus einer anderen Welt. Für uns alle gilt: Bleibt zu Hause. https://karenontour.de/halte-2-meter-abstand/. Siehe auch: https://karenontour.de/15-fragen-und-antworten-zum-corona-virus/

Das Corona-Virus zerlegt gerade das öffentliche Leben in nie gekanntem Ausmaß. Unsere Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, Grenzen zu anderen Ländern werden geschlossen, unsere Grenzen ebenfalls. Viele Deutsche, die sich aus unterschiedlichen Gründen noch im Ausland aufhalten, haben Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Sie wurden vom Corona-Virus sozusagen kalt erwischt. Bei ihrer Abreise war noch alles in Ordnung, und jetzt geht fast nichts mehr!

Viele von uns, wir auch, haben noch Familie, Freunde, Verwandte, Bekannte, die sich gerade im Ausland aufhalten. Um die machen wir uns Sorgen. Wie können sie zurück? Wie kann das gehen?

Reisen in Corona Zeiten – Rückholaktion durch das Auswärtige Amt

Reisen in Corona Zeiten - Rückholaktion
Rückholaktion der Bundesregierung

Bundesaußenminister Maas rechnete Ende vergangener Woche damit, dass die Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten Deutschen wahrscheinlich noch zwei Wochen dauern werde. Für viele Reisende ist es leider schon ein Problem, überhaupt zurück zum Flughafen zu kommen. In vielen Ländern ist der inländische Verkehr zum Erliegen gekommen. Auch fanden gebuchte Rückflüge einfach nicht mehr statt, weil Fluglinien ihre Flüge gestrichen haben. Stattdessen müssen sich die Reisenden um oft teurere Ersatztickets bemühen und hoffen, dass diese Maschine tatsächlich noch abhebt.

Die Mehrkosten können bei EU-Airlines zurückverlangt werden. https://www.flugrecht.de/fluggastrechte/eu-fluggastrechteverordnung/EU-Fluggastrechteverordnung-Volltext.pdf

Das Rückholprogramm ist vorrangig für Deutsche und ihre Familien in den besonders von Reiseeinschränkungen betroffenen Regionen gedacht, die sich dort vorübergehend aufhalten, also beispielsweise für einen Urlaub, einen Schüleraustausch oder einen Freiwilligendienst.

Auch, wer sich noch in Ländern aufhält, für die es im Moment noch kein Rückholprogramm gibt, wird dringend dazu aufgefordert, zurückzukehren. Man soll alle noch vorhandenen Ausreise- und Rückkehrmöglichkeiten nutzen, sei es mit regulären Verbindungen, sei es mit Sonderflügen der Veranstalter und Reedereien. Die Lufthansa orientiert sich im Wesentlichen an den Bedürfnissen europäischer Staatsbürger, die in ihre Heimatländer zurückkehren möchten.

Individualreisende müssen weiterhin versuchen, selbst eine Ausreise zu organisieren. Nur wenn das nicht gelinge, werde sich das Auswärtige Amt bemühen, z. B. wenn Länder ihren Luft- und Fährverkehr ganz einstellen. https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise/reisewarnungen/faq-reisewarnung?openAccordionId=item-2320090-2-panel

Reisen in Corona Zeiten – neue Entwicklungen

Seit Samstag hat die Türkei den direkten Flugverkehr nach Deutschland vollständig ausgesetzt. Die Ausreise aus der Türkei ist über Drittstaaten aber noch möglich.

In Spanien sind alle Hotels geschlossen ebenso wie touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze. Deutsche Urlaubersollten auf kommerziellen Flügen so schnell wie möglich heimreisen, solange die Verbindungen noch bestehen. Trotz der strengen Ausgangssperre dürfen Touristen zum Flughafen fahren, müssen allerdings mit Polizeikontrollen rechnen und sollten dann ein gültiges Ticket vorweisen können.

Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen und sie bis Ende April verlängert – damit betrifft sie auch die Osterferien.

Grenzen sind dicht – Einreiseverbot

Die Außengrenzen der Europäischen Union sind durch ein vorläufiges Einreiseverbot abgeriegelt. Das Verbot betrifft auch alle Flüge und Schiffsreise, die außerhalb der EU gestartet sind. Ausnahmen gibt es für Staatsangehörige Norwegens, der Schweiz, Liechtensteins, Islands sowie Großbritanniens.

Deutschland hat zudem selbst Einreiseverbote erlassen und mit strengen Grenzkontrollen begonnen. Betroffen sind die Übergänge zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und Luxemburg, außerdem Flüge aus diesen fünf Ländern sowie aus Spanien und Italien. Deutsch Staatsangehörige können einreisen. Das Gleiche gilt für Berufspendler und Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland. Entsprechende Dokumente müssen bei der Einreise vorgelegt werden. Andere Reisende dürfen nicht mehr ins Land.

Grenzen sind dicht – Ausreiseverbot

Auch die Ausreise aus Deutschland in Nachbarländer wird immer schwieriger: Polen, Tschechien und Dänemark haben strikte Regeln beschlossen, so dass Reisende ohne triftigen Grund gar nicht mehr ins Land gelassen werden. Auch in die Schweiz dürfen nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürger, Personen mit einem Aufenthaltsrecht oder beruflichen Einreisegründen. In Österreich wird an der Grenze zu Deutschland ein ärztliches Attest verlangt: Nur wer nachweist, dass er nicht mit dem Corona-Virus infiziert ist, darf ins Land. Ausnahmen gibt es für Österreicher und Personen mit Wohnsitz im Land – zudem gilt eine Ausgangsbeschränkung.

Reiseveranstalter

Der Tui-Konzern, https://www.tui.com/, stoppt alle Reiseaktivitäten weltweit. Abgesagt werden alle Reisen bis zum 30. April 2020. Kunden sollen entsprechend informiert werden. Die Kosten für abgesagte Reisen würden Kunden automatisch erstattet.

Andere Reiseveranstalter nennen unterschiedliche Zeiträume, bis zu denen alle geplanten Reise storniert würden, aber alle liegen in der zweiten Hälfte April. Hier sollte jeder sich bei seinem Veranstalter informieren.

Reisen in Corona Zeiten – Bahnreisen

Auch Bahnreisen sind natürlich vom Corona-Virus und den begleitenden Einschränkungen betroffen.

Reisen in Corona Zeiten - Bahn, Transport
Deutsche Bahn

Wegen der verschärften Einreiseregeln muss die Deutsche Bahn etliche Zugverbindungen früher enden oder ganz ausfallen lassen, zum Beispiel Fahrten nach Italien, Österreich, in die Schweiz, nach Dänemark, Polen und Tschechien. Auch der Regionalverkehr ist betroffen: Von Montag, 23. März, an gilt zunächst bis nach den Osterferien am 19. April ein reduzierter Fahrplan für den Regionalverkehr (RE, RB, S-Bahn).

Der grenzüberschreitende Verkehr kommt ebenfalls zum Erliegen. So enden etwa die regionalen Verbindungen nach Österreich, beispielsweise nach Salzburg, Kufstein oder Reutte, jeweils auf der deutschen Seite der Grenze in Freilassing, Kiefersfelden und Griesen. Einen Überblick über aktuelle Verbindungen bzw. Einschränkungen gibt es hier: https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml.

Kunden können Reisen kostenlos verschieben oder stornieren: Die Bahn hat ihre Stornierungsregeln weitreichend gelockert. Es muss dafür auch niemand die Verkaufsstellen in den Bahnhöfen aufsuchen. Erstattungen können auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.

Unabhängig vom Reiseziel können Sparpreistickets gegen Gutscheine umgetauscht werden. Das ist im Unterschied zu flexiblen Tickets zum Normalpreis sonst nicht ohne Weiteres möglich. Die Regelung gilt zunächst bis Ende April. Wer mit Flexpreis gebucht hat, darf kostenlos stornieren. Alle Kunden, die ihre Reise nur verschieben wollen, können ihr gebuchtes Ticket bis zum 30. Juni flexibel nutzen, auch bei den Sparpreisen ist dafür die Zugbindung aufgehoben. https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml.

Reisen in Corona Zeiten – Flugreisen

Die Lufthansa hat ihr Angebot drastisch zusammengestrichen, Passagiere sollten den aktuellen Status eines gebuchten Fluges prüfen, https://www.lufthansa.com/de/de/fluginformationen . Die Tochtergesellschaft Austrian Airlines stellt ihren regulären Flugbetrieb bis 19. April ein, es gibt nur noch Rückholflüge für Österreicher. Auch der Ferienflieger Condor reduziert Flüge in wichtige Ziele wie die USA, Karibik und Türkei. Das Unternehmen schickt in diesen Tagen nur noch Flugzeuge, um Urlauber zurückzuholen.

British Airways, Iberia, Aer Lingus, Vueling und Level sagen für April und Mai mindestens 75 Prozent ihrer Flüge ab. Air France-KLM wird in diesem Zeitraum sogar 90 Prozent streichen. Lot Airlines haben den Flugbetrieb bereits weitgehend eingestellt – auch Easyjet und Ryanair, die beiden größten Billigfluggesellschaften Europas, legen den Großteil ihrer Flotten still.

Reisen in Corona Zeiten - Flugreisen

Fernbusgesellschaften und Kreuzfahrten-Anbieter haben ebenfalls ihr Angebot gestoppt.

Reisen in Corona Zeiten – Rechte von Reisenden

Eigentlich gilt: Sagt die Gesellschaft einen Flug kurzfristig bis zu zwei Wochen vorher ab, stehen den Passagieren Ersatzflüge und Entschädigungen nach der Eu-Fluggastrichtlinie 261 zu, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32004R0261.

Doch die Frage ist: trifft das auch in der Corona-Krise zu? Airlines berufen sich auf außergewöhnliche Umstände und wollen nur Ticketpreise erstatten oder kostenlose Umbuchungen anbieten. Internet-Fluggastportale hingegen sehen gute Chancen auf Entschädigungen von 250 bis 600 Euro.

Tipps für Reisende – was tun?

  • im Streitfall an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) wenden
  • individuell mit einem eigenen Rechtsanwalt klagen
  • mit einem der zahlreichen Internetportale zusammenarbeiten, die gegen Erfolgshonorare die Auseinandersetzung mit den Fluggesellschaften übernehmen.

Um dich über deine Rechte zu informieren, empfehle ich auch die Seite: https://www.flugrecht.de/fluggastrechte/eu-fluggastrechteverordnung/EU-Fluggastrechteverordnung-Volltext.pdf.

Reisen in Corona Zeiten – Vorsorgen

Falls du noch eine Reise geplant hast, z. B. für Ostern oder die Sommerferien, hast du durchaus gute Chancen, nicht auf deinen Kosten sitzen zu bleiben. Die oben aufgeführten Regelungen geben dir eine Menge Rechte in die Hand. Achte aber auf den Zeitpunkt, bis zu dem eine Stornierung möglich ist.

Eine Reiserücktrittsversicherung ist immer wichtig, zahlt aber nicht, wenn der Kunde nur Angst vor der Krankheit hat. Sie zahlt nur, wenn er vor Urlaubsantritt selbst erkrankt.

Wer aber unterwegs Symptome bekommt und zurück möchte, braucht eine Reiseabbruchversicherung – diese empfiehlt sich vor allem bei teuren Reisen. Eine Auslandskrankenversicherung sollten alle, auch Privatversicherte, abschließen, da auch bei bei ihnen meist die Kosten für einen Rücktransport nicht abgedeckt sind.

Dies sind jetzt eine Menge Informationen, um nicht mehr zu reisen – eigentlich so gar nicht mein Thema. Aber drücken wir doch gemeinsam die Daumen, dass diese Zeit bald wieder vorbei ist. Dann können wir auch mal wieder eine Reise planen, https://karenontour.de/die-wichtigsten-to-dos-der-fernreisevorbereitung/.

Wie gehst du damit um? Schreib doch mal.